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Hans-Ruprecht Leiß

2014

Im Rahmen unser diesjährigen Ausstellung präsentieren wir anlässlich des 60. Geburtstages des Künstlers Werke von Hans-Ruprecht Leiß in den Räumen unserer Kanzlei.

Leiß‘ märchenhaft anmutende Illustrationen spielen mit der Phantasie des Betrachters.

Sie erzählen vom Leben am Meer und in der Natur, vom Elefanten in Jägeruniform, dessen Familienmitglieder als Schnepfen auf Sofa und Sessel drapiert sind oder dem Mann, der mit einem Fisch unter dem Arm und an der Hundeleine auf einem geöffneten Walmaul spaziert.

Leiß überbrodelnder Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es sind teil reale, teils irreale Welten, die zweifelsohne geprägt sind von seiner Affinität zur Nord- und Ostsee, dem Hafen, der Seefahrt und dem Fischfang sowie zur Landschaft, zu Wald und Flur – seit Jahren ist er passionierter Angler und Jäger. In den Kompositionen wimmelt es von Booten, Schiffen, Werft- und Hafensilhouetten. Hasen, allerlei Geflügel, anderes Getier, Meerestiere, Fische aller Art und skurrile Variationen tummeln sich in seinen Bildern. Aber auch Elefanten, Giraffen, Nashörner und andere exotische Tiere sowie Fabelwesen und menschliche Gestalten mit ausgefallenen Accessoires. In die Schiffsleiber zeichnet er zum Beispiel als Bestandteil der Hülle oder des Inneres Giebelhäuser von Städten oder Tiere. Diese Details sind eingebettet in teils humorvolle, teils ironisch-witzige aber auch grotesk anmutende Bildergeschichten, die sich dem Betrachter jedoch erst beim Herantreten erschließen. Man meint, das Rauschen der Wellen zu hören, die frische Seeluft zu schnuppern, spürt den salzigen Geruch des Meeres und den des modrigen Brackwassers im Hafen sowie den erdigen Duft des Waldes. Gleichwohl kommen beim intensiven Studium seiner Werke Assoziationen zu den rätselhaften Figuren eines Hieronymus Bosch oder Pieter Brueghel d. Ä. auf. Auch fühlt sich der Besucher „am Strand“, „auf dem Wal“ oder „in den Wolken“ bisweilen an die Zeit der 60er Jahre erinnert, explizit an den Film „Yellow Submarine“ der Beatels. Wie es auch sei, Leiß erzählt in seiner lebhaften, oft kuriosen Bildsprache eigene Geschichten, die sich nach einer anfänglichen Idee, allmählich und immer mehr an Details gewinnend unter seinen Farbstiften entwickeln. Verständlich, dass er ständig auf der Suche nach neuen Inspirationen ist, die er dann – irgendwann einmal – als Motiv in seinen Bildern verwendet: knorrige Bäume, Steine, Muscheln, ausrangiertes Spielzeug, Schuhwerk und Kleidung, Geweihe und vieles mehr. Neben Papier und Karton verwendet er als Malgrund lithographische Probedrucke und Seekarten der Nord- und Ostsee, auf die er in akribischer Detailfreudigkeit seine Bundstiftzeichnungen aufträgt oder sie mit Gouache-Farben bemalt. In einigen Bildern greift er Geschichten der Bibel auf, wie etwa den Turm zu Babel oder die Arche Noah, sowie biblische Gestalten wie „Adam“, „Chistophorus“ oder „Jona“. 

Von sich selbst sagt Leiß, er habe sein ganzes Leben mit den Füßen im Salzwasser verbracht, einen Zeichenstift hinter das Ohr geklemmt. Die Klassifizierung, er setze seine Bilder oftmals in Stil eines „fantastischen Realismus“ um, lehnt er ab. Er sieht sich vielmehr als „fantastischer Realist“.

Leiß, 1954 in Husum geboren, hat in Flensburg zunächst ein Lehrerstudium absolviert. 1985 gibt er diese gesicherte Existenz auf und macht sich als freischaffender Künstler selbstständig. Inzwischen ist er äußerst erfolgreich und in der Grafik- und Kunstszene etabliert. Der norddeutsche Jung von der Waterkant ist seit seinem Plakat „habemus papam“ zum Weltjugendtag und Papstbesuch Benedikt XVI im Jahr 2005 in Köln über die Grenzen Schleswig-Holsteins bekannt geworden. Er ist auf nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten und erhielt diverse Preise.

(Aus: Christel Busch „Die fantastische Bilderwelt des Hans-Ruprecht Leiß“ auf www.kultur-port.de)

Die Ausstellung ist während unserer Bürozeiten – nach Voranmeldung – zu besichtigen. Wenn Sie Interesse am Erwerb eines Werkes des Künstlers haben, sprechen Sie uns bitte an.

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